Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Val Kilmer, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Nachruf auf Val Kilmer
02.04.2025 um 09:03 Uhr von Redaktion
Mit Val Kilmer verliert die Welt des Films einen ihrer faszinierendsten und wandlungsfähigsten Schauspieler. Der US-Amerikaner, der am 1. April 2025 im Alter von 65 Jahren in Los Angeles verstorben ist, prägte über Jahrzehnte hinweg das Kino mit eindrucksvollen Rollen und einer außergewöhnlichen Präsenz auf der Leinwand. Trotz gesundheitlicher Rückschläge, darunter eine langjährige Krebserkrankung, blieb Kilmer bis zuletzt ein Symbol für Hingabe an die Schauspielkunst und den unermüdlichen Willen, seiner Leidenschaft treu zu bleiben. Seine ikonischen Auftritte – vom coolen "Iceman" in Top Gun bis zum charismatischen Jim Morrison in The Doors – werden unvergessen bleiben.
Val Edward Kilmer wurde am 31. Dezember 1959 in Los Angeles geboren. Bereits in jungen Jahren zeigte sich sein künstlerisches Talent, das ihn schließlich an die renommierte Juilliard School in New York führte. Dort wurde der Grundstein für eine Karriere gelegt, die ihn sowohl auf die großen Theaterbühnen als auch vor die Kameras in Hollywood führte.
Seinen internationalen Durchbruch feierte Kilmer 1986 mit der Rolle des Tom "Iceman" Kazansky im Blockbuster Top Gun, an der Seite von Tom Cruise. Der Film machte ihn über Nacht berühmt – und Kilmer bewies in den folgenden Jahren, dass er weit mehr war als ein auf Coolness reduzierter Star. In Oliver Stones The Doors (1991) brillierte er als exzessiver Rockstar Jim Morrison, eine Rolle, die ihm nicht nur kritische Anerkennung, sondern auch Kultstatus einbrachte. Auch als Doc Holliday in Tombstone (1993) und als Batman in Batman Forever (1995) überzeugte er mit seiner Vielseitigkeit und Tiefe.
Kilmer war bekannt für seine akribische Vorbereitung, seine kompromisslose Art und seine unerschütterliche künstlerische Integrität. Diese Eigenschaften brachten ihm zwar Respekt ein, machten ihn in der Filmbranche jedoch nicht immer zum einfachen Kollegen. Dennoch blieb er ein gefragter Darsteller, der immer wieder mit ungewöhnlichen Rollen überraschte.
Ein schwerer Einschnitt in seinem Leben war die Diagnose Kehlkopfkrebs im Jahr 2014, die ihn stimmlich stark beeinträchtigte. Doch Kilmer kämpfte sich zurück – mit beeindruckender Offenheit sprach er über seine Erkrankung, veröffentlichte eine Autobiografie und ließ sich in der Dokumentation Val (2021) mit großer Ehrlichkeit porträtieren. Besonders bewegend war sein Comeback in Top Gun: Maverick (2022), in dem er ein letztes Mal in die Rolle des Iceman schlüpfte – ein Auftritt, der Fans und Kritiker gleichermaßen berührte.
Privat war Kilmer von 1988 bis 1996 mit der Schauspielerin Joanne Whalley verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: Tochter Mercedes und Sohn Jack.
Mit Val Kilmer geht ein Schauspieler, der nie den einfachen Weg gewählt hat – weder im Leben noch in seiner Kunst. Er hinterlässt ein filmisches Erbe voller Tiefe, Mut und unvergesslicher Momente.